Reisebüro am Marienplatz

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Reisetagebuch: Irland 2009 - 13.06.09-20.06.09

                                           Connemara - "Triathlon"

             Karte

13.06.2009: Anreise

Abflug: München 13.50 Uhr

Über: Frankfurt 16.20 Uhr

Ankunft: Dublin 17.20 Uhr (eine Stunde Zeitverschiebung nach hinten)

Am Flughafen angekommen erstmal Gepäck abholen und dann über den richtigen Ausgang (3 Stück: rot, grün, blau?) in die Arrival-Area.

Hier traf ich dann auf unsere Reisegruppe, die leider noch nicht komplett war, da noch ein anderer Flug aus Berlin ankam.

Kurz nach 18.00 Uhr ging dann unser 4-stündiger Transfer nach Tourmakeady im County Mayo in der Region Connemara los.

In Dublin noch höchster Sonnenschein und auf der Fahrt dann schon Regen, Regen und wieder Regen.

Vorteil: wir konnten auf der Hinfahrt schon viele Regenbögen bewundern.

Die Landschaft war hier schon beeindruckend. Grün, viele Schafe und Rinder und so vereinzelt mal ein Häuschen.

Nach vier Stunden dann endlich angekommen, wurden wir von Doreen in Maíre Luke’s Bar auch schon empfangen. Hier fand dann die Zimmerverteilung statt und wer wollte, konnte noch auf ein Bierchen mit in die Bar kommen.

Hier lernte ich Daniel kennen, der mein Zimmerpartner war und schon eine Woche da war. Der hatte die Reise gleich zweimal gebucht, weil er diese das Jahr zuvor so genial fand. Das klang vielversprechend.


14.06.2009: Radtour nach Cong - Entfernung ca. 30 km

1Nach dem die Fahrräder ausgeteilt waren, machten wir uns mit Doreen auch schon auf den Weg.

Am unteren Ende der Straße stießen noch andere aus unserer Reisegruppe dazu, die einen Kilometer entfernt im Hostel oder im Annagh View untergebracht waren.

Nach dem wir ca. 2-3 km immer am Logh Mask (zweitgrößter See Irlands) entlang fuhren, kamen auch schon die ersten Anstiege. Über den Finny-Pass durch Finny, Richtung Clonbur schlängelte sich unser Weg durch die malerische Landschaft.

Hierbei unternahmen wir mehrere Stopps, um u.a. den Blick auf den Logh Nafui (Teufelssee) zu genießen. Im Volksmund ist dieser See so tief, wie das ihn umgebende Bergland hoch und ist gefährlich zum Fischen bzw. Schwimmen aufgrund heimtückischer Tiefenströme.

In Clonbur konnten wir kurz einkaufen gehen.

Nach dem wir über eine Waldstraße auf die Rückseite des Ashford-Castle in Cong gelangt sind, erklärte uns Doreen dessen Geschichte, die für diese Region seltsame Bepflanzung und klärte uns über den Logh Corrib auf, den wir mittlerweile erreicht hatten. (größter See Irlands)

Im Volksmund heißt es, dass diese See so viele Inseln wie das Jahr Tage hat. (Also um die 360)

Nach der Besichtigung der Gartenanlage und des Castles von außen (rein nicht, weil 5sterne-Hotel)

fuhren wir ins Ortsinnere, stellten hier die Räder ab und besichtigten die Cong-Abbey.

Danach hatten wir noch ca. eine Stunde Aufenthalt, die die Meisten bei einem kühlen Guinness vorbei gehen ließen.

Auf dem Rückweg kämpften wir uns über den Finny-Pass wieder zurück nach Tourmakeady und ließen den Abend bei Live-Musik im Pub gemütlich zu Ende gehen.


15.06.2009: Kanu-Tour auf dem Logh Mask

Nach gründlicher Einweisung in die Padel-Technik durch Anja und Piero und der Zusammenstellung der Teams (immer 2er-Kanu) gingen wir auch schon Richtung Ufer,3 ließen die Boote zu Wasser und übten erstmal ein Bisschen in der malerischen Bucht, um dann auf die hohe See hinaus zu schippern.

Vorbei an kleineren Inseln, wo man viele Vögel, wie Austernfischer, Reiher und Wildgänsen beobachten konnte, liefen wir einen kleinen Sandstrand an, um die Sonne zu genießen, die Natur zu genießen und um ein bisschen über die irische Geschichte, Kultur, Flora und Fauna und vieles mehr zu schwatzen.

Das Wetter war traumhaft. Den ganzen Tag Sonne, kein Lüftchen, fast wolkenlos.

Nach dem wir den Strand wieder verlassen hatten, steuerten wir “Hawaii-Island” an; den Namen hat die Insel von Touristen bekommen, da es von weitem so aussehen könnte, als ob auf dieser Insel Palmen stehen würden. Eigentlich heißt die Insel ja Lusten-beg, aber da nehmen wir es mal nicht so genau.

Hier nahmen wir unser Lunch ein. Danach tuckerten wir ganz gemütlich wieder zurück, da sich auch aus drei Richtungen Regenschauer ankündigten und leichter Wind aufkam.

Nachdem wir wieder in der Bucht eingelaufen, die Boote aufgeräumt hatten und uns mit dem Fahrrad wieder zurück zu unserer Pension machten, mussten wir uns sputen, da wir dem Regen davon fahren wollten.

Gerade rechtzeitig angekommen, entlud sich ein 10-minütiger Regenschauer über unseren Köpfen, was auf dem See das Paddeln zu wovon die Iren auch nicht abgeneigt waren.


16.06.2009: Ganztagesausflug in die Uni-Stadt Galway

Der Tag begann mit typisch irischem Frühstück, also wie englisches Frühstück und dann ging es auch schon mit dem Bus in die Stadt Galway. Fahrzeit hier ca. 1-11/2 Stunden.

Am Main Tourist Office angekommen begann auch schon unsere Stadtführung mit Anja, die sich in Galway auskennt, wie in ihrer Westentasche.

Über den Eyre Square, wo uns Anja die Entstehungsgeschichte der Stadt nahe brachte, gingen wir über das Einkaufszentrum, das um einen Teil der alten Stadtmauer erbaut worden ist, ins Zentrum weiter.

Hier machten wir kurz Stopp, um uns die St. Nicholas’ Church anzusehen.

Danach gingen wir weiter zum Hafen und machten halt am Spanish Arche (Spanischer Torbogen), von dem aus Anja uns das Gelände des alten Fischmarktes von Galway, dem Gladdagh, zeigte.

Danach konnten wir entweder alleine weiter gehen, runter an den Strand nach Salthill oder mit ihr noch die St.Nicholos’ Cathedrale ansehen und uns danach alleine auf die Pirsch begeben, um uns die Zeit bis zum Abendessen im Pub Front Door zu vertreiben.

Nach dem Besichtigung der Kathedrale machte ich mich alleine noch mal auf den Weg, um mir noch mal in Ruhe den Eyre Square anzusehen und machte es mir in einem kleinen Kaffee gemütlich, um meine Karten zu schreiben und einzustecken. Danach traf ich im Pub The King’s Head andere aus meiner Reisegruppe wieder und verbrachte den Nachmittag mit ihnen.

Galway ist eine junge Uni-Stadt, wo das durchschnittliche Bevölkerungsalter tatsächlich nicht über 25 Jahre hinausgeht.

Nach dem Abendessen gingen wir ins Pub Monroes und genossen Live-Musik mit Tanz in typisch irischer Atmosphäre.

Gegen 22.30 Uhr verließen wir dieses und kämpften uns durch einen Regenschauer zurück zum Main Tourist Office und traten die Heimreise an.


17.06.2009: Tag zur freien Verfügung

Hier kamen zwei Angebote in Frage: Inselüberfahrt nach Inish Boffin oder Fahrradtour über die Berge nach Westport

Ich entschied mich für die Fahrradtour nach Westport. Diese zog sich ca. 60 km.

Nach der Abfahrt vom Zentrum von Tourmakeady (Zentrum bestand aus zwei Zapfsäulen und einem Tante-Emma-Laden) nahmen wir den ersten Anstieg, der sich ewig durch die Landschaft zog. Wir wurden allerdings mit einem traumhaften Blick auf den Logh Mask und die atemberaubende Landschaft belohnt. Oben angekommen kämpften wir unser über einen Kamm und hügeliges und zum Teil sehr steiniges Gelände bei extrem starken Wind durch bis nach Westport.

Was mich bei solchen Touren in Irland immer wieder fasziniert hat ist, dass von wenig bis gar nicht besiedelten Land innerhalb von wenigen Minuten in einer Kleinstadt stehen kann. Das war auch hier wiederum der Fall. Nach einem Aufenthalt von gut 1 ½ Stunden ging es dies mal über die Hauptstraßen wieder zurück. Auf dem Rückweg genehmigten wir uns noch bei der Holländerin, kein Witz, ein Stück Kuchen und einen extrem guten Kaffee. Die Holländerin besitzt mitten im Nirgendwo ein Kaffee, das wenn man nicht kennt, fast dran vorbei fährt.

Danach kämpften wir uns gegen den Wind wieder durch bis nach Tourmakeady.


18.06.2009: Busausflug über Westport nach Achill Island

Achill Island ist die größte zu Irland gehörenden Inseln, die über eine schwenkbare Landbrücke mit dem Festland verbunden ist.

Da sie mitten im Atlantik liegt, ist die Landschaft rauer als auf beispielsweise Inish Boffin, wo das Klima milder ist.

Durch die Fahrt über Achill Island und die Besichtigung eines historischen Friedhofs, wo uns auch ein bisschen von der Grabkultur Irlands erklärt wurde, ging es mit dem Bus weiter hoch, bis wir einen eindrucksvollen Rastplatz anfuhren. Hier standen wir mitten am Rand einer wunderschönen Klippe und genossen die raue Landschaft, den eindrucksvollen Blick aus Meer, auf die Klippen und der Clew Bay, die mit fünf blauen Fahnen ausgezeichnet worden ist.

Nach dem sich wider erwartend ein heftig Regenschauer über uns ausgetobt hatte, fuhren wir talwärts in die Clew Bay ein und konnten entweder mit Doreen querfeldein auf eine weitere Klippe steigen oder am Strand spazieren gehen.

Nachdem wir die Klippe erklommen hatten, konnten wir entweder wieder runter gehen oder noch den Kamm entlang zu unserem zweiten Guide, der noch eine “Überraschung” hatte.

Bei Anja angekommen, machte sie auf GeoSearch aufmerksam, wir fanden den Standpunkt und nahmen somit unbewusst an diesem lustigen Spiel teil und verewigten uns im Memo-Book.

Danach machten wir uns wieder auf die Heimreise nach Tourmakeady.


                                                                           19.06.2009: Hochmoorwanderung in Connemara

2

Hier stand es jedem frei, ob er ein leichtere Tour nehmen möchte, die nicht steil ist oder querfeldein durchs Moor auf einen Berg mit hoch steigt und dort über das Plateau auf den anderen Seite wieder runter geht und dann wieder zurück.

Ich hatte mich für das steile Entschieden, da ich das unbedingt erleben wollte.

Der Anstieg gestaltete sich wirklich als anspruchsvoll, denn Wanderwege hier draußen zu finden ist so, als würdest du versuchen die Schafe zu zählen.

Auf dem Plateau angekommen, fanden wir sogar ein windstilles Plätzchen, wo wir kurz aßen.

Danach ging es weiter auf die höchste Stelle, wo sich das richtige Hochplateau befand. Hier mussten wir sogar mal kurz unsere Schwindelfreiheit und unsere Kletterkünste unter Beweis stellen.

Die Aussicht auf die beiden großen Seen Irlands, das Moor unter uns, das Plateau vor uns war atemberaubend. Nur empfehlenswert!

Danach stiegen wir wieder herab, wo sich ein paar von uns aufgrund des recht selbstständigen Untergrunds auch mal unfreiwillig auf den Hintern setzten. (Nach Doreen war das Moor eh recht trocken!)

Danach hätte uns zwar noch ein 5 km Marsch bis zu unserem Fahrradparkplatz erwartet, doch glücklicherweise kam einer unserer Busfahrer vorbei, der sich eigentlich auf einer Leerfahrt befand, aber war dennoch so freundlich uns um sonst bis dahin zu fahren.



Eckdaten zur Reise:

Frühstück interkontinental, einmal Irish Breakfast

Gewohnt in: Maíre Luke’s Bar (extrem praktisch!)

Wetter: war die erste Woche innerhalb von einem Monat, wo es mal wieder ein bisschen geregnet hat

Abendessentreffpunkte: 1x Stadt Galway (Tagestour)

                                        2x in einem B&B in Tourmakeady

                                        3x in Maíre Luke’s Bar

Das Essen war immer ausreichend, Abwechslungsreich mit Nachspeise und auf Anfrage selbstverständlich auch vegetarisch.

Unsere Guides für diese Woche: Anja, Doreen und Piero (die 3 waren super super Klasse!)

Reiseveranstalter: Gebucht bei DER-Tour


Bericht von Martin P. 


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